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Freitag, den 24. Dezember 2010 um 20:46 Uhr

Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum zieht um 

Stiftungsrat und Vorstand der „Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum im Gutenberg-Museum Mainz“ haben in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig beschlossen, den Sitz der Stiftung von Mainz nach Augsburg zu verlagern. Der Wechsel wird, nachdem die Stiftungsaufsichten in Rheinland-Pfalz (ADD Trier) und Bayern (Bezirksregierung Schwaben) zwischenzeitlich zugestimmt haben, zu Beginn des kommenden Jahres vollzogen.

 

Vorrangiges Ziel der Stiftung ist es nach wie vor, ein Deutsches Zeitungsmuseum von nationaler Bedeutung einzurichten. Der Zusatz „Gutenberg-Museum“ wird künftig aus dem Stiftungsnamen gestrichen.

Neben vier externen Vertretern gehörten dem Stiftungsrat bisher die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse, Generalkonsul Hannetraud Schultheiß (Stiftung Moses) und der Vorsitzende des Fördervereins Gutenberg e. V., Eckart Helfferich, an. Den Vorstand bilden in Zukunft das Stifterehepaar Dr. Martin und Dr. Sabine Welke sowie Dr. Christof Trepesch (Augsburg), der Dr. Annette Ludwig (Direktorin des Gutenberg-Museums) ablöst.

 

Die Abteilung „Zeitungsgeschichte“ in der Dauerausstellung des Gutenberg-Museums soll auch weiterhin erhalten und weiter ausgebaut werden. Dazu wurde auf Vorschlag der Stifter eine Partnerschaft zwischen der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum und dem Gutenberg-Museum vereinbart, nach der zentrale Exponate aus der Stiftungssammlung reproduziert werden dürfen sowie entbehrliches Museumsgut der Stiftung und doppelt vorhandene Stücke aus dem Privatbesitz des Ehepaares Dres. Welke auf das Gutenberg-Museum übergehen können. Außerdem soll das Gutenberg-Museum das Privileg erhalten, vorrangig Exponate aus der Stiftungssammlung für Sonderausstellungen ausleihen zu können.

 

Zu den Gründen für den Ortswechsel war offiziell nichts zu erfahren. Von Insidern wird jedoch vermutet, dass der Personalwechsel an der Spitze des Gutenbergmuseums mit der Entscheidung Welkes unmittelbar zusammenhängt, künftig eine neue Perspektive für die Stiftungssammlung zu suchen.