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Zunftlieder: Ein musikalisches Hoch auf den eigenen Berufsstand

 

Zunflieder Drucker Setzer Buchhändler BuchbinderEine jahrhundertelange Tradition haben im Handwerk sogenannte Zunftlieder, die nach getanem Tageswerk unter Kollegen gesungen und von den Gesellen auf Wanderschaft in alle Welt getragen wurden.

 

Auch die Drucker, Setzer und Buchbinder hatten zahlreiche Lieder, die den eigenen Beruf ehrten und die nicht selten spätestens in der letzten Strophe die unmissverständliche Aufforderung an die Kollegen enthielten, endlich die Gläser zu erheben, um den eigenen Berufsstand hoch leben zu lassen.

 

In den Texten der Lieder spiegeln sich sowohl die Arbeitswirklichkeit als auch das hohe soziale Ansehen und die gesetzlich verankerter Privilegien wider, welche die Jünger der Schwarzen Kunst wegen ihrer Verbindung zu Wissenschaft und Kunst sowie ihrer Mittlerfunktion zwischen den Gelehrten und der gebildeten Schicht über Jahrhunderte hinweg genossen.